Sensoren für UV-Licht und sichtbares Licht Anwendungshinweise

Ein Watt sichtbares Licht entspricht ca. 1019 Photonen. Diese große Anzahl an Photonen ist die Grundlage für die Anwendung von Licht und UV-Strahlung, da die Oberflächen-Wechselwirkung der Photonen in der Regel auf wenige nm² beschränkt ist.

Der Anwendungsbereich unserer UV-Sensoren ist ebenso vielfältig und reicht von der Prozessüberwachung, der Risikobewertung und Arbeitsplatzsicherheit, bis zu medizinischen Anwendungen von UV-Strahlern und UV-LEDs. Die nachfolgenden Hinweise sollen bei der Auswahl geeigneter Sensoren helfen.

Für die Prozessüberwachung und Dosiskontrolle richtet sich der Spektralbereich des Sensors grundsätzlich nach der UV-Anwendung bzw. nach dem Photoinitiator. UV-Punktlichtquellen, wie die HP-120, erreichen Bestrahlungsstärken im Bereich einiger W/cm². Außerhalb des Spots oder in größerem Abstand fällt sie jedoch geringer aus. Der Sensor sollte einen großen Messbereich von 0-2000 mW/cm² oder mehr bieten.

UV-Niederdrucklampen und UVC-Amalgamlampen erreichen in der Regel Bestrahlungsstärken von weniger als 100 mW/cm² in der Bestrahlungsebene. Wir empfehlen unsere Sensoren mit dem Messbereich 0 - 200 mW/cm².

Die Emission der UV-LEDs liegt z.B. bei 275, 365, 385, 395 oder 405 nm. Für die Messung von UV-LEDs wurde der UVA+-Sensor entwickelt, der einen erweiterten Spektralbereich aufweist. Messungen der UV-LEDs im Bereich der Filterkante werden vermieden, denn bereits kleinste Temperaturänderungen und Chargenschwankungen können hohe Messfehler verursachen. Als Messbereich empfehlen wir 0-2000 mW/cm².

Für Risikobewertungen und Arbeitssicherheit regelt die DIN EN 14255-1:2005 die Messung und Beurteilung von personenbezogenen Expositionen gegenüber künstlicher optischer Strahlung. Die DIN 14255-1 enthält selbst keine Grenzwerte. Diese sind der Richtlinie „2006/25/EG künstliche optische Strahlung“, die in nationales Recht übernommen wurde, zu entnehmen.

Für die Messungen benötigen die Sensoren eine gewisse Empfindlichkeit. Wählen Sie hierzu einen Sensor (z.B. UVA, UVB) mit Messbereich 0 - 2 mW/cm². Gemäß Richtlinie 2006/25/EG ist die Grenze für UVA-Strahlung 104 J/m². Für eine tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden entspricht dies einer kontinuierlichen Bestrahlungsstärke von 0,035 mW/cm².

Für kurzzeitige Arbeiten kann die maximale Bestrahlungsstärke höher sein. Beispiel:

  • Arbeitsumfang: Tägliche Reinigung
  • Dauer: 10 min
  • Expositionsdosis: HUVA = 104 J/m²
  • Bestrahlungsstärke: 1,68 mW/cm²
     

Tipp: Bei der Gestaltung von UV-Anlagen ist zu beachten, dass die Bestrahlungsstärke (im Hinblick auf die Tätigkeitsdauer) die Expositionsdosis nicht überschreitet. Grundsätzlich sollten Anlagen geprüft werden, wenn diese den Bediener mit mehr als 1-2 mW/cm² kontinuierlich bestrahlen.

Für medizinische Anwendungen stehen die Prozesssicherheit und die Kalibrierung im Vordergrund. Unsere Sensoren sind langzeitstabil und rekalibrierbar. Reparatur- und Ersatzteile-Service sind langjährig verfügbar. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung als Kalibrierlabor.

Anwendungen mit unterschiedlichen UV-Strahlern lassen sich mit Hilfe unserer Radiometersensoren reproduzierbar messen. Eine Messung aller Spektralbereiche gleichzeitig ist auch möglich, zum Beispiel mit dem UVpad.