UV-Messgeräte und Radiometer für Bestrahlungsstärke und UV-Dosis
UV-Messgeräte und Radiometer erfassen Bestrahlungsstärke oder UV-Dosis in definierten Spektralbereichen. Für eine belastbare Auswahl müssen Strahlungsquelle, Wellenlängenbereich, erwarteter Messwert, Geometrie und Einsatzumgebung zusammenpassen. Opsytec bietet mobile Radiometer, Dosimeter und prozessnahe Messsysteme für UVA-, UVB- und UVC-Anwendungen. Die Produktübersicht führt nach Messaufgabe und Messbereich zum geeigneten System.
Wie Bestrahlungsstärke und Dosis definiert sind und welche Einflussgrößen das Messergebnis bestimmen, erklärt die Seite UV-Dosis und Bestrahlungsstärke richtig messen.
UV-Messgeräte als 3D-Modell ansehen
UV-Messgeräte von allen Seiten betrachten, drehen, zoomen – und bedienen.
UV-Messgeräte interaktiv in 3D erkunden
Der 3D-Produktviewer zeigt Opsytec-Produkte als originalgetreues 3D-Modell. Bei den Messgeräten lässt sich das Display bedienen – inklusive Menüführung. UV-Messgeräte und Sensoren drehen, zoomen und direkt im Browser erkunden, ganz ohne Installation.
Was ein UV-Messgerät misst – und wo die Grenze liegt
Ein UV-Messgerät liefert die Bestrahlungsstärke in einem festgelegten Spektralband und, über die Zeit integriert, die UV-Dosis. Maßgeblich ist die spektrale Empfindlichkeit des Sensors; Aufbau und Messphysik behandelt Aufbau und Fehlerquellen von UV-Sensoren.
Breitbandradiometer integrieren die Strahlung innerhalb dieser festgelegten Empfindlichkeit und eignen sich für schnelle Prozess- und Dosisprüfungen. Spektralradiometer lösen die Strahlung dagegen nach Wellenlängen auf und werden benötigt, wenn Spektralverteilung, Peaklage oder spektraler Mismatch bewertet werden müssen – dafür gibt es Spektralradiometer für wellenlängenaufgelöste Messung. Welche Klasse zu welcher Messaufgabe passt, entscheidet Breitband- oder Spektralradiometer: Auswahl nach Messaufgabe.
Die folgende Übersicht führt von der Anforderung zum Gerät; die Modellvergleiche stehen auf den Produktseiten.
Welches Gerät zu welcher Messaufgabe passt
| Anforderung | Passendes System | Vor der Auswahl klären |
|---|---|---|
| Mobiler Prozesswert in UVA, UVB oder UVC | RM-12 | Spektralbereich und erwarteter Maximalwert |
| Hohe Dynamik, Datenspeicherung, wechselbare Messköpfe | RMD Pro | Spektralbereich je Messkopf; Vergleich RMD und RMD Pro auf der Produktseite |
| Labor und komfortable Bedienung | RMD Touch | Vergleich RMD Touch und RMD Pro auf der Produktseite |
| Dosis in der Bandanlage oder auf dem Transportweg | curelog, curelog Base, tinyTracker, tinyTracker 172 nm | Taktzeit, Bauhöhe, Dynamik und Geometrie |
| Feste Anlagenüberwachung und Integration | RM-32, Inline-Sensoren | Schnittstelle, Messkopf und Einbauort |
| Referenzmessung in der Trinkwasserdesinfektion | DVGW-Referenzradiometer | Anforderung nach DIN 19294 und Kalibrierintervall |
| Unbekanntes oder wechselndes Spektrum | Spektralradiometer (eigene Kategorie) | Wellenlängenbereich und spektrale Auflösung |
Für UVC-Quellen – Niederdrucklampen, UVC-LEDs und Excimerstrahler – vergleicht die Seite UVC-Messgerät Geräte, Sensoren und Messbereiche.
Für LEDs vom UV bis ins nahe Infrarot ordnet die Seite LED-Messtechnik Spektrum, Bestrahlungsstärke und Lichtstrom den passenden Messgeräten zu.
Welche Messwerte die Geräte liefern
- Bestrahlungsstärke – der Momentanwert in W/m², mW/cm² oder µW/cm²; 10 mW/cm² entsprechen 100 W/m². Bestrahlungsstärke umrechnen
- UV-Dosis – das Produkt aus Bestrahlungsstärke und Einwirkzeit in J/m², die maßgebliche Größe bei UV-Härtung und UV-Desinfektion. UV-Dosis berechnen
- Spektralbereich – UVA 315–400 nm, UVB 280–315 nm, UVC 200–280 nm; die Grenzen sind Konvention, nicht Physik, siehe Spektralbereiche und Normen.
Alle Sensoren und Messgeräte sind kalibriert und rückführbar auf nationale Normale; die Nachkalibrierung erfolgt im eigenen, nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Labor. Einzelheiten stehen unter UV-Kalibrierung, der passende Abstand unter Kalibrierintervall.
Häufige Fragen zur Auswahl eines UV-Messgeräts
Welche Messgröße brauche ich – Bestrahlungsstärke oder Dosis?
Bestrahlungsstärke (mW/cm² oder W/m²) ist der Momentanwert und die richtige Größe, wenn eine Quelle eingestellt oder überwacht wird. Dosis (J/m² oder mJ/cm²) ist das Zeitintegral und die maßgebliche Größe bei UV-Härtung und UV-Desinfektion, wo es auf die kumulative Wirkung ankommt. Geräte wie tinyTracker und curelog erfassen die Dosis direkt im Prozess.
Welchen Spektralbereich muss das Gerät abdecken?
Den der Quelle, nicht den des Geräts. Weil die Sensoren wechselbar und einzeln kalibriert sind, deckt ein Anzeigegerät mehrere Bereiche ab; bei unbekanntem oder wechselndem Spektrum hilft Breitband- oder Spektralradiometer: Auswahl nach Messaufgabe zur passenden Geräteklasse.
Wie wähle ich den Messbereich?
Nach der erwarteten Bestrahlungsstärke am Messort, nicht nach dem Maximum der Quelle. Der Messwert soll sicher innerhalb des Bereichs liegen – nahe der Obergrenze drohen Übersteuerung, nahe der Untergrenze ein schlechtes Signal-Rausch-Verhältnis.
Sind die Geräte kalibriert und nachkalibrierbar?
Ja, alle Sensoren und Messgeräte werden kalibriert ausgeliefert und lassen sich nachkalibrieren. Ablauf und Umfang stehen unter UV-Kalibrierung, die Frage nach dem passenden Abstand unter Kalibrierintervall.
Passenden Sensor finden
Passenden Sensor finden: Der UV-Sensor-Finder schlägt nach Anwendung, Wellenlänge und Bauform die drei passendsten UV-Sensoren und Messgeräte vor – mit Kennwerten, Systempartner und Begründung.
Autor: Dr. Mark Paravia
Dr.-Ing. Mark Paravia ist Geschäftsführer der Opsytec Dr. Gröbel GmbH in Ettlingen und leitet das akkreditierte Kalibrierlabor. Nach seiner Forschung zu gepulsten Xenon-Excimer-Entladungen am Lichttechnischen Institut des KIT gilt sein Schwerpunkt heute der optischen Strahlungsmesstechnik. Er ist stellvertretender Obmann im DIN-Normungsausschuss FNL 7 „Optische Strahlung“ und Mitglied im DVGW-Projektkreis UV-Desinfektion.