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UV-Curing-Sensoren XT für hohe Bestrahlungsstärken und Prozesstemperaturen

Die UV-Curing-Sensoren XT messen Bestrahlungsstärke und Dosis direkt im UV-Härtungsprozess – bis 50.000 mW/cm² und bei Betriebstemperaturen bis 150 °C. Möglich macht das die Trennung von Einkopplung und Auswertung: Der Sensorkopf leitet das Licht über einen Lichtleiter in den kalibrierten Signalverstärker im Handstück. Vier Bauformen decken Punktklebungen ebenso ab wie Messungen an schwer zugänglichen Stellen.

Für das Kleben und Härten durch UV-Strahlung eignen sich LED-Spotlampen und Gasentladungslampen mit Flüssiglichtleitern. Ihre hohe Bestrahlungsstärke ermöglicht die Aushärtung und Polymerisation innerhalb nur weniger Sekunden.

Für die Prozesskontrolle sind genaue Messungen zur Überwachung der Bestrahlungsstärke und Dosis unerlässlich. Dabei ist der UV-Sensor hohen Bestrahlungsstärken und Temperaturen ausgesetzt. Diese können zu einer Beeinträchtigung der Messergebnisse führen.
Als Lösung für diese kritische Anwendung wurde die Sensorreihe XT („eXtrem Temperature“) entwickelt. Die XT-Sensoren sind dabei kompakt, wodurch sie eine flexible Nutzung am Anwendungsort ermöglichen.

Ein Beispiel aus der Praxis beschreibt der Beitrag zur UV-Messung für den industriellen Druck.

Der Signalverstärker ist zur nutzerfreundlichen Bedienung in das Handstück integriert. Wie bei all unseren hochwertigen Radiometern lassen sich auch hier mehrere Sensoren an ein Handmessgerät anschließen.

Für Ihre Anwendung stehen zwei Bauformen zur Auswahl. Der XTR leitet das Licht durch einen Edelstahlstab in das Handstück und ist besonders schnell einsetzbar. Der Anwender ist durch den Abstand zwischen Sensorkopf und Handstück vor der Strahlung geschützt!
Beim XTF wird das Handstück mit dem flexiblen Lichtleiter verbunden. Dadurch ist auch eine Messung an schwer zugänglichen Stellen möglich. Beide Sensoren erreichen eine Bauhöhe von 10 mm bei gleichbleibender Messpräzision. Der Durchmesser der Sensoren beträgt 40 mm. Für eine bestmögliche und reproduzierbare Messung liegen Sensor und Handstück flach auf. XTR und XTF sind somit die erste Wahl bei Punktklebungen.

Die XT-Sensoren können an das Radiometer RMD Pro für Messungen der Bestrahlungsstärke und Dosis angeschlossen werden. Das RMD Pro bietet hohe Auflösung, einen großen Messbereich, 8 GB internen Speicher, eine USB-Schnittstelle und ein beleuchtetes Grafikdisplay.

ProduktartUV-Sensor: Stab- und Lichtleitersensoren für extrem hohe Bestrahlungsstärken bis 50 W/cm²
SpektralbereichUVC 200–280 nm, UVB 280–315 nm, UVA 315–400 nm, UVA+ 330–455 nm, UVBB 230–400 nm, VISB 400–480 nm, VIS 380–780 nm
Messbereich0–20 W/cm² (Standard); 0–50 W/cm² (opt. f. RMD)
Kalibrierunsicherheit (typ.)4,5–6,0 % (k = 2)
Ausgang / Schnittstelleanaloges Sensorsignal; Betrieb am Radiometer RMD Pro (Lichtleiter 0,3 m) oder am Spektralradiometer (Lichtleiter 1,5 m)
Zeitauflösunganaloges Sensorsignal, durch das Messgerät bestimmt
KalibrierungWerkskalibrierung, DAkkS optional (DIN EN ISO/IEC 17025:2018)
Normen / Richtlinienkeine produktspezifische Norm; Kalibrierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 möglich
Geeignet fürPflanzen, Landwirtschaft und Lebensmittel; UV-Härtung und Photopolymerisation; UV-Kleben, Vergießen und Verkapseln; Elektronik und Halbleiter
Nicht geeignet fürspektral aufgelöste Messung (Peakwellenlänge, Bandbreite); Bestrahlungsstärken über 20 W/cm² (Standardbereich); Sensortemperaturen über 150 °C; Einsatz unter Wasser oder unter Druck
DatenblattversionRev. 2026-09-08 (D_XT-Curingsensoren.pdf)

Die oben genannte Kalibrierunsicherheit ist die erweiterte Unsicherheit der Kalibrierung (k = 2, Vertrauensniveau rund 95 %) und gilt für die Kalibrierquelle und die Kalibrierbedingungen. Die Messunsicherheit im Einsatz ist größer: Hinzu kommen die spektrale Fehlanpassung an der eingesetzten Quelle, die Sensortemperatur, die Alterung seit der Kalibrierung sowie Abstand und Ausrichtung zur Quelle. Wie sich daraus ein Unsicherheitsbudget ergibt, steht unter Messunsicherheit in der UV-Messtechnik.

Kalibrierung

Für präzise Messungen kalibrieren wir die Prozesslichtquelle oder die angewendete LED-Wellenlänge. Hierfür stehen in unserem akkreditierten Labor mehr als 20 Strahlungsquellen zur Verfügung. Selbstverständlich sind alle unsere Sensoren bei Auslieferung bereits werkskalibriert, langzeitstabil und präzise. Optional liefern wir die XT-Sensoren mit einer DAkkS-Kalibrierung aus.

XT-Sensoren als 3D-Modell ansehen

Beide Bauformen von allen Seiten betrachten, drehen und zoomen – direkt im Browser.

Die UV-Curing-Sensoren XTF und XTR lassen sich im 3D-Produktviewer von allen Seiten betrachten – originalgetreu aus den CAD-Konstruktionsdaten. Der direkte Vergleich beider Bauformen erleichtert die Auswahl für die jeweilige Einbausituation.

Technische Daten UV Curing Sensoren XT

Betriebstemperatur 0 bis 150 °C
Lagertemperatur -10 bis 150 °C
Luftfeuchtigkeit < 80 %, nicht kondensierend
Lichtleiter, für Radiometer 0,3 m
Kabellänge, für Radiometer 2 m
Lichtleiter, für Spektralradiometer 1,5 m
Messbereiche 0–20 W/cm² (Standard)
  0–50 W/cm² (opt. f. RMD)
Auflösung 0,001 mW/cm²

UVC200–280 nm
UVB280–315 nm
UVA315–400 nm
UVA+330–455 nm
UVBB (Breitband)230–400 nm
VISB400–480 nm
LUX380–780 nm, V(λ)

Häufige Fragen: UV-Curing-Sensoren XT

Die XT-Sensoren sind für die hohen Bestrahlungsstärken von UV-Härtungsanlagen ausgelegt und messen standardmäßig bis 20 W/cm²; als Option sind 50 W/cm² möglich. Damit lassen sich UV-LED-Strahler und Punktlichtquellen direkt im Fokus messen, wo klassische Radiometer-Sensoren mit 1–10 W/cm² übersteuern. Als Anzeigegerät dient das RMD Pro, das Bestrahlungsstärke und Dosis erfasst.

Der XTR ist ein starrer Edelstahlstab, der XTF ein flexibler Lichtleiter. Beide führen die Strahlung von der heißen Messstelle zur Elektronik, die außerhalb der Wärmezone bleibt. Der starre Stab eignet sich für reproduzierbare Positionierung in Anlagen und Prüfständen, der flexible Lichtleiter für gekrümmte Wege und enge Bauräume. Die Messfläche liegt jeweils an der Spitze; die Spektralbereiche UVC, UVB, UVA, UVA+, UVBB, VISB und VIS sind für beide wählbar.

Ja. Da nur der Stab oder Lichtleiter in die Strahlungszone reicht, bleibt die Elektronik bei ihrer Betriebstemperatur, während die Spitze deutlich höhere Temperaturen verträgt als ein kompletter Sensorkopf; die Spitze ist bis 150 °C zugelassen. Für Dauermessung in der Anlage ist der XT jedoch ein Prüfmittel und kein fest verbauter Prozesssensor; dafür sind Inline-Sensoren FLT oder PLC-Sensoren mit 4–20 mA vorgesehen.

Der Kalibrierschein weist die erweiterte Kalibrierunsicherheit mit k = 2 aus; für die UV-Curing-Sensoren XT liegt sie typisch bei 4,5–6,0 %. Im laufenden Betrieb ist die Messunsicherheit größer, weil spektrale Fehlanpassung an der eingesetzten Quelle, Sensortemperatur, Alterung und Messgeometrie hinzukommen. Wie sich daraus ein Unsicherheitsbudget ergibt, steht unter Messunsicherheit in der UV-Messtechnik.

Sensor für die UV-Härtung bei hoher Prozesstemperatur

Ein Sensor für die UV-Härtung steht dort, wo die Strahlung am stärksten ist – und damit dort, wo es am heißesten wird. Die XT-Sensoren sind für Prozesstemperaturen bis 150 °C ausgelegt und messen bis 50.000 mW/cm².

Beides zusammen ist der Punkt: Ein Sensor, der die Bestrahlungsstärke aushält, aber nicht die Temperatur, driftet – und der Messwert sinkt, während der Prozess unverändert läuft.

Bestellnummern, Lieferumfang, Zubehör und Versionen

SpektralbereichBestellnummer
UVC810641
UVB810642
UVA810652
UVA+810650
UVBB (Breitband)810640
VISB810651
LUX810646

Lieferumfang: XT Curing-Sensor mit Werkskalibrierschein. Bitte geben Sie Spektralbereich, Messbereich und das Messgerät bei der Bestellung an.

BezeichnungBestellnummer
Transportkoffer921002
UV-Schutzbrille918800

LeistungBestellnummer
Werkskalibrierung710000
DAkkS-Kalibrierung nach ISO/IEC 1702517025

Akkreditierte Kalibrierung nach ISO/IEC 17025 in unserem eigenen Kalibrierlabor. Die Werkskalibrierung ist im Lieferumfang enthalten.