LedControl DC

Um Maschinen sicher zu gestalten und die Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG zu erfüllen sind Sicherheitsfunktionen in den Steuerungen nötig. Typischer Weise wird der erforderliche Performance Level PLr für jede Sicherheitsfunktion bestimmt. Hier beginnt bereits bei der Planung und Inbetriebnahme der UV-Anlagen die erste Schwierigkeit, nämlich die Schwere der Verletzung, die Häufigkeit und Dauer der Exposition und die Vermeidung der UV-Gefährdung zu bestimmen.

Kurzfristig führt die UV-Exposition der Haut zu Erythemen, Elastose und / oder Hautkrebs. Die UV- Exposition des Auges kann dagegen zu Photokeratitis, Konjunktivitis und Kataraktogenese führen. Wird z.B. Hautkrebs betrachtet, so handelt es sich um eine schwere, in der Regel irreversible Verletzung.

Dabei erlaubt die Richtlinie 2006/25/EG „künstliche optische Strahlung“ eine regelmäßige Exposition bis zum einem Tagesexpositionslimit von 30 J/m². Es besteht also die Möglichkeit die Schwere der Verletzung durch die Dauer und die Exposition-Intensität zu minimieren, ohne dabei eine absolute Null-Exposition einhalten zu müssen. Bei Einhaltung des Expositionsgrenzwertes ist zu erwarten, dass gesunde, erwachsene Personen wiederholt ohne akute schädliche Wirkungen exponiert werden können. So z.B. kann es bei einer kurzfristigen Exposition im Fehlerfall zu einer reversiblen Verletzung wie z.B. einem leichten Erythem, also Sonnenbrand, kommen. Die Abgrenzung ist aber nicht sicher und es sind in jedem Fall Maßnahmen / Sicherheitsfunktionen nötig. Hierzu sind z.B. Messungen an bestehenden Anlagen möglich und sinnvoll.

Während der Planungsphase sind Messungen aber nicht möglich, oder nur mit zusätzlichem Aufwand abschätzbar. Daher wird oft ein höheres, erforderliches Performance Level PLr gefordert. Hier kommt die Ledcontrol DC und die Erweiterung PL+ bereits bei der Planung zum Einsatz!

Die Ledcontrol DC arbeitet mit einer Sicherheitskleinspannung (SELV) von 24 VDC. Auch die LED-Module, die von der LedControl DC gesteuert werden arbeiten mit SELV und lassen sich im Fehlerfall komplett ausschalten. Ist die Angabe eines Performance Levels gewünscht, so kann dies durch die Erweiterung PL+ realisiert werden. PL+ ist geeignet bis PL-Kategorie 4, nach der EN ISO 13849-1 und SIL 3 nach der EN 62061, wenn Querschlüsse in der Ansteuerung zum LED-Modul sowie im Sensorkreis ausgeschlossen werden können.

Alle unsere LED-Module sind mit der LedControl DC und der Erweiterung PL+ kombinierbar.

An der LedControl DC können LED-Systeme bis zu einer Leistung von 2 kW betrieben werden. Mit der UV-LED Serie L bieten wir luftgekühlte Hochleistungs-LED-Module für die LedControl an. Die Serie SFL ist wassergekühlt und mit noch höherer Leistung verfügbar. Beide Serien sind mit der LedControl DC oder der LedControl S kombinierbar. Die Serie Spot P ist für Punktklebungen ausgelegt und ebenfalls für die LedControl DC oder die LedControl S verfügbar.

Anwendungen LedControl DC mit PL4 & SIL 3

  • Automatisiertes UV-Härten und UV-Kleben
  • IC-Verkapselung
  • Versiegeln und Vergießen
  • Gleichzeitige und gleichmäßige Bestrahlung
  • Riss- / Lecksuche mit Fluoreszenzmarkern
  • Oberflächeninspektion

technische Daten LEDCONTROL DC

Anzahl UVLED-Module 1 Stück
Funktionen Dimmung 2-100%,
  Timer und Dauerbetrieb
Display Grafikdisplay, 128 x 64 px
Anschlüsse, Standard Interlock
Anschlüsse, SPS-Option Trigger (EIN/AUS), gemeinsam
  Dimmung (0-10 V), gemeinsam
Anschlüsse, SPS-Option Galvanisch getrennt
Signale, SPS-Option 24 V, 5 mA max
Programmierschnittstelle RS485, RS232 o. USB optional
Einschaltzeit < 2 s nach Spannung anlegen
Montageart Hutschiene
Abmessungen, ca. 10,5 x 7,0 x 21,5 cm
Kühlung passiv
Betriebstemperatur 5 bis 40 °C
Lagertemperatur -10 bis 60 °C
Luftfeuchtigkeit < 80%, nicht kondensierend
Versorgung 24 VDC, 10 W
Sicherheitsüberwachung Übertemperatur, LED N.C.

Anschluss der LEDCONTROL DC

Für den Betrieb der LedControl DC und des LED-Moduls wird je ein DC-Netzteil benötigt. Die für die LedControl DC nötige Ausgangsleistung der 24V-Hilfsspannung beträgt 10 W.  

Die nötige Ausgangsleistung der LED-Systeme richtet sich nach dem LED-System und kann ca. 20 W bis ca. 2000 W betragen.

Für eine zweikanalige Schutztürüberwachung mit automatischem Start erreicht die LedControl DC bis zu PL 4 (EN ISO 13849-1) und SIL 3 (EN 62061). Anschlussbeispiele finden Sie im Datenblatt.
Vorteilhaft gegenüber der einfachen Trennung der DC-Spannungen ist die Überwachung der externer Schütze. Das Anschluss-Beispiel ist geeignet bis Kategorie 4, PL e (EN ISO 13849-1) oder SIL 3 (EN 62061), wenn Querschlüsse in der Ansteuerung zum Aktor sowie im Sensorkreis ausgeschlossen werden können. Mit der Erweiterung PL+ liefern wir alle Komponenten fertig montiert, für eine einfache Anlagenintegration.